Festung Marienberg  
           
     

Das Mainfränkische Museum ist im Kommandantenbau und in der Echterbastei der Festung Marienberg zuhause. Die Stadtgeschichtliche Abteilung befindet sich im Fürstenbau. Die Festung Marienberg ist das Wahrzeichen Würzburgs und "thront" weithin sichtbar über der Stadt.
Von 1201 bis zum Umzug in die Residenz war die Burg Sitz der Würzburger Fürstbischöfe. Spuren menschlicher Besiedlung ließen sich hier bei Ausgrabungen bis in die Hallstattzeit (um 1000 vor Christus) nachweisen.

 
           
      Wie bei einem durchgeschnittenen Baumstamm läßt sich das Wachstum der Festung von ihrem innen liegenden Kern nach außen verfolgen: Die ältesten Teile finden sich im innersten Burghof mit der Marienkirche, die ihre Ursprünge im 8. Jahrhundert hat, dem Bergfried und dem Brunnenhaus, das über einem 104 m (!) tiefen Schacht errichtet wurde, der die Wasserversorgung der Festung sicherstellte.  
           
      Zur Stadtseite hin begrenzt der sogenannte Fürstenbau mit vorgelagertem Fürstengarten diesen Hof.
Die Verbindung zum zweiten, in seinen Grundzügen unter Fürstbischof Julius Echter (1573 - 1617) entstandenen Hof mit Wirtschaftsgebäuden, Bastion und einer Pferdeschwemme im Zentrum bildet das Scherenbergtor, das ursprünglich von außen her nur durch eine Zugbrücke erreichbar war. Der jüngste Teil der Festung ist der Greiffenclau-Hof mit Kommandantenbau und barockem Zeughaus (1709 - 1712).
 
           
      Beide Gebäude dienten militärischen Zwecken, eine Aufgabe, der die Festung mit Verlagerung des fürstbischöflichen Wohnsitzes in die städtische Residenz ab Mitte des 18. Jahrhunderts ausschließlich diente. Heute sind hier die Sammlungen des Mainfränkischen Museums untergebracht.  
           
      Das Mainfränkische Museum liegt gleich am Beginn eines Festungsrundgangs. Ein Besuch sollte bei keiner Festungsbesichtigung fehlen!

Zusätzlich bietet sich die Teilnahme an einer Burgführung an. Informationen zu den Burgführungen finden Sie hier ...

 
           
   

Museumsgeschichte
 
           
      Das Mainfränkische Museum, ursprünglich eine Einrichtung der Stadt Würzburg, ist seit dem 1. Januar 2003 eine von der Stadt Würzburg und der unterfränkischen Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken gemeinsam getragene Institution in der Rechtsform eines Zweckverbandes.
1913 gegründet, verlor es beim Stadtbrand Würzburgs am 16. März 1945 sein Gebäude in der Maxstraße und große Teile der Sammlung. Seit 1947 hat es seinen Sitz auf der Festung Marienberg im barocken Zeughaus und in der Echterbastei von 1605/06. Hier sind seine kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen über das mittlere Maingebiet, das ehemalige Fürstbistum Würzburg und Herzogtum Franken untergebracht. Der Fürstenbau beherbergt die stadtgeschichtliche Abteilung.
 
           
      Dank der künstlerisch hochstehenden Werke fränkischer und für Franken arbeitender Künstler konnte sich das Museum zu einem Haus von internationalem Rang entwickeln. Beeindruckend sind die stimmungsvoll eingerichteten Schauräume, deren historische Bausubstanz den Sammlungsstücken ein stilgerechtes Ambiente bietet. Der Besucher wandelt durch Hallen, Säle und Stuben, in denen die Kunstwerke nicht ausschließlich nach wissenschaftlichen Prinzipien als vielmehr im Hinblick auf ihr harmonisches Zusammenspiel präsentiert werden. Jeder Museumsraum gewährt einen anderen Blick in die Vergangenheit; wie bei einem Kaleidoskop erschließen sich bei einem Museumsrundgang die vielfältigen Sammlungen immer wieder neu. Dem Mainfränkischen Museum stehen insgesamt 45 Schauräume zur verfügung. Zu ihnen gehört auch die Stadtgeschichtliche Abteilung des Fürstenbaumuseums im dritten Innenhof der Festung.